Schweden – Ein Land voller Kontraste

Hallå aus dem hohen Norden! Wie viele von euch sicher mitbekommen haben, haben mein Freund ich vor kurzem einen Teil Skandinaviens unsicher gemacht – Norwegen und Schweden, um genau zu sein. Wenn ihr eine Reise in eins von beiden Ländern machen wollt, schaut vorbei! 🙂

Karlstad1Auf einem See stehen? JA, das geht in Schweden sogar Ende März.

Wir waren in zwei verschiedenen Orten in Schweden: Karlstad und Stockholm. Zu empfehlen ist hierbei vor allem Stockholm, da man hier die schwedische Kultur doch etwas lebhafter zu spüren bekommt.

Erster Eindruck? Enttäuschung.

Karlstad war etwas enttäuschend für uns, da wir von der (teilweise fehlenden) Infrastruktur, unserem (nicht den Vorstellungen entsprechenden) Hotel und den (nicht vorhandenen) Sehenswürdigkeiten, man könnte fast sagen, direkt wütend geworden sind. Man kann sich vorstellen, dass solch eine Situation nicht gerade förderlich für ein „tolles, touristisches Erlebnis“ ist. Nachdem wir alle „Fluchtmöglichkeiten“ aus dieser Stadt überdacht hatten, haben wir uns trotzdem dazu entschlossen, die geplanten zwei Nächte dort zu verbringen. Und ja – wir haben es überlebt.

Fazit: Keine zehn Pferde bringen mich noch einmal in dieses fürchterliche Hotel, das steht fest.
Die Stadt an sich verspricht jedoch schwedischen Flair pur, aber ohne spannende Ausflugsmöglichkeiten oder anderen Sehenswürdigkeiten ist es für die Abenteuerlustigen unter uns doch etwas langweilig.

Tag 7: Aufbruch nach Stockholm

Ja, nach sieben Tagen „nicht ankommen“, haben wir es nach ca. zwei Stunden mit dem Zug von Karlstad nach Stockholm, endlich zu unserem eigentlichem Ziel unserer Reise geschafft. Und wir sind endlich angekommen.

Das mit dem „Nicht-Ankommen“ war für mich persönlich der schwierigste Teil der Reise und ich werde mir es auch in Zukunft gut überlegen, wie lange ich mich in welchen Orten aufhalten möchte. Das ständige Ein- und Auspacken, die ständige Ungewissheit, was uns am nächsten Ziel erwartet und das Gefühl, ständig gestresst zu sein, da man weiß, dass man am nächsten Tag schon wieder abreisen muss – das gefällt nicht jedem. Mich inbegriffen.
Rundreisen an sich sind zwar was Tolles – natürlich! Aber nur dann, wenn man mehrere Wochen oder vielleicht sogar Monate unterwegs ist. Dann kann man sich auch Zeit lassen und wirklich alles auskosten, was die jeweilige Destination zu bieten hat.

Umso glücklicher war ich natürlich, als wir es endlich geschafft hatten und ein Hotel beziehen durften, welches plötzlich unseren Vorstellungen entsprach. Stockholm war für mich persönlich der schönste Teil der ganzen Reise, da die Stadt meine Vorstellungen weit übertroffen hat. Ja, wenn die Kälte nicht wäre, könnte ich dort sogar ganz gut wohnen. 🙂

Stockholm3#stockholm

5 To-Dos in Stockholm

Was gehört natürlich in jeden Mainstream-Travel-Blog? Richtig, ein „Guide“ was man den so machen sollte. Eigentlich habe ich mich zu Beginn strikt gegen so was geweigert, da ich finde, dass jeder seine eigenen Erfahrungen machen muss und auch sollte. Tja, ich wurde von mir selbst überstimmt und erzähle euch nun, was ihr auf eurer Reiseliste nicht auslassen dürft.

GAMLA STAN

So nennt sich die Altstadt Stockholms, die mit ihren vielen Geschäften, Boutiquen, Cafés und Restaurants besticht. Sie liegt auf drei Inseln (Helgeandsholmen, Riddarholmen und Riddarholmskyrkan). Darauf befinden sich unter anderem der Reichstag und die Adelspaläste.

Ja das mit den Inseln ist ebenfalls Gewöhnungssache, da man zu vielen Sehenswürdigkeiten nur durch die Fähre Zugang hat. Andernfalls würde man extrem viel Zeit in Bus und Tunnelbana (Schwedisch für U-Bahn) verbringen. Gut hierbei ist, dass man mit dem Ticket für die Öffis gleichzeitig auch die Fähre nutzen kann. 🙂

SKANSEN

Eine Sehenswürdigkeit, die man definitiv gesehen haben muss!
Djurgården, so nennt sich die Halbinsel, die mein Freund und ich liebevoll die „Vergnügungsinsel“ getauft haben. Warum? Weil sich die meisten Attraktionen der Stadt (ein Freizeitpark, Museen, … ) auf der Insel befinden. So auch der Skansen.

„Schweden en miniature“ so wird der Skansen in vielen Reiseführern beschrieben. Er ist das größte Freilichtmuseum der Welt und verbindet die alte schwedische Kultur mit einem Tierpark. 150 alte schwedische Häuser wurden abgebaut und originalgetreu mitten in der schwedischen Hauptstadt wieder aufgebaut, beginnend mit Häusern aus dem Jahre 1920. Von einem Rathaus, über eine Kirche, einen Marktplatz, eine Schule und zahlreichen Bauernhäusern findet man hier so einiges: Elche, Rentiere, Wölfe und Bären, sowie andere, meist in Schweden heimische Tierarten.
Was den Park so authentisch macht? Schauspieler, die sich in den Häusern aufhalten und mit denen man sich über die alte Zeit unterhalten kann und die Tatsache, dass man vergisst, sich in einer Großstadt aufzuhalten.

Skansen

VASAMUSEET

Ebenfalls sehr beeindruckend ist das Vasa-Museum. Für 130 SEK pro Person (ca. 13 €) kann man sich zurück in die Zeit rund um 1628 versetzen lassen, als das damalige Kriegsschiff VASA, schon bei der Jungfernfahrt im Hafen Stockholms sank. Angeblich war daran ein Konstruktionsfehler schuld, Kritiker diskutieren dies jedoch heftig. 333 Jahre später, 1961, wurde man wieder auf das am Grund liegende Wrack aufmerksam und zog es mit vereinten Kräften aus dem Meer. Jetzt steht die VASA in einem Museum, das sich sehen lassen kann: In insgesamt sieben Stockwerken kann man das Schiff gründlich unter die Lupe nehmen, die Galerien bestaunen und vieles mehr. Einen Besuch wert!

VASA

GRÖNA LUND

Schwedens ältester Freizeitpark befindet sich ebenfalls auf dieser Halbinsel. Auf 38.000 Quadratmetern kann man hier seinem innerlichem Kind wieder freien Lauf lassen – denke ich zumindest. Leider war der Gröna Lund bei unserem Besuch geschlossen, doch von außen ließ sich bereits erahnen, das man dort sicher viel Spaß haben könnte.
#cry oder doch eher #crymeariver.

Er ist wirklich kaum zu übersehen, da er zu der Skyline Stockholms einfach dazugehört. Für alle die im Sommer einen Trip dorthin planen: Berichtet mir danach davon, wie es dort so war! 🙂

Gröna Lund

KATARINAHISSEN

Einer der schönsten Aussichtspunkte in Stockholm ist der Katarinahissen Gondolen (hissen = Aufzug) direkt im Zentrum. Hier waren wir zu Beginn, um uns einen kleinen Überblick über die Stadt zu beschaffen. Bei schönem Wetter hat man eine tolle Aussicht über die ganze Stadt: Mit dem Lift geht es rauf in den 13. Stock, oben befindet sich ebenfalls ein Restaurant. Vor 130 Jahren wurde die Konstruktion erbaut und erst vor Kurzem renoviert – wir hatten also ziemliches Glück. Hinauf kommt man übrigens kostenlos. 🙂

Stockholm1

Natürlich gibt es noch viele andere Sehenswürdigkeiten, Aussichtstürme und und und… ich könnte noch so viel erzählen, aber das würde den Rahmen definitiv sprengen.

Tipps zu Bars oder Restaurants möchte ich euch prinzipiell nicht geben, da die Stadt generell so einladend und offen ist. Erkundet die kleinen Gassen und genießt den Flair!

Fazit: Stockholm hat sich definitiv zu einer meiner Lieblingsstädte entwickelt und lange wird es nicht dauern, bis es mich wieder dorthin verschlagen wird!

Demnächst folgt ein Beitrag über Norwegen – freut euch drauf!

xoxo, Jenny 🙂

Ein Gedanke zu “Schweden – Ein Land voller Kontraste

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

w

Verbinde mit %s